Weihnachtskleid-Sew-Along 2012: Teil 2 – Jetzt gehts los!

Manchmal hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu.

Der Stoff, den ich für das Kleid ausgesucht habe, ist nicht von so schwerer Qualität, wie ich dachte. Und hat auch kein Schnörkel-Muster, sondern Blumen aufgedruckt. Wie einen die Erinnerung doch trügen kann.

Dann dachte ich: „Gehste doch Samstag nach der Arbeit mal beim Nähladen vorbei und guckst dort mal nach Alternativen.“. Wollte ich nicht eigentlich kein Geld ausgeben? Hab ich auch nicht – dank Überstunden kam ich erst nach Geschäftsschluss dort vorbei.

Also, was meint ihr? Eignet sich dieser Stoff in dünner Viskose(?)-Qualität für das Eva-Dress? Oder doch lieber nochmal weiter schauen? Und vor allem, ist es festlich genug für Weihnachten, mit diesen Blumen? Von der Menge her könnte es klappen, nachgemessen hab ich allerdings noch nicht.

Außerdem, wie löst ihr das Problem mit dem Zusammenkleben des Schnittmusters bei online-Schnittmustern? Ich bin ja fast versucht, das Schnittmuster in Größe A0 durch einen Copyshop ausdrucken zu lassen… Habt ihr einen ultimativen Tipp?

Die anderen fleißigen Näherinnen findet ihr hier.

EDIT 22 Uhr: Vielen Dank für eure Kommentare! Viele teilen meine Bedenken bezüglich des Stoffes. Der Wärmeaspekt ist mir nicht ganz so wichtig, da ich das Kleid eh nur im Haus tragen werde. Das Muster ist mir für Weihnachten (und für das Kleid)  allerdings auch nicht so ganz recht. Ich könnte mir daraus ein schönes, sommerliches Wasserfalltop vorstellen.

Weihnachtskleid-Sew-Along 2012: Teil 1 – Motivation und Link-Sammlung

Es ist soweit. Mein Mann möchte, dass ich nähe. Und zwar ein Kleid.

Naja, ganz so war es nicht. Nachdem der Wintermantel-Sew-Along heute sein Finale erreichte (hier mein Endergebnis), überdachte ich meine sehr lange to-sew-liste und stellte fest, dass es mir sehr fehlen wird, jeden Sonntag mit anderen Mädels meine Nähfortschritte zu vergleichen.

Deshalb war ich direkt Feuer und Flamme, als ich diesen Aufruf las. Fest standen von Beginn an einige Dinge:

1.) Da ich eigentlich fast nie Kleider trage, sollte es ein Rock und ein Oberteil werden. Das Oberteil vielleicht mit Wasserfall-Ausschnitt?

2.) Ich möchte möglichst keinen Schnitt kaufen (schwierig, da ich nur 4 Ottobre-Damen-Zeitschriften besitze und ein paar Farbenmix-Rock-Schnitte)

3.) Nach Möglichkeit würde ich gerne vorhandene Stoffe verwenden.

 

Und kaum teile ich beim Frühstück mein neues Nähvorhaben mit und wälze meine Ottobres ohne wirklich fündig zu werden, meint mein Mann: Warum denn kein Kleid?

Bei meiner Figur?

Naja, ich habe direkt mal ein bisschen in den anderen Blogs der Weihnachtskleid-Näherinnen gestöbert und bin ganz erstaunt auf diesen Beitrag gestoßen, in dem ein Kleid vorgestellt wurde (ihr kennt es sicher alle schon, ich noch nicht): es ist Evas Dress von Your Style Rocks. Das hat es mir gleich angetan, asymmetrisch, Wasserfallausschnitt und unten ausgestellt.

Die wichtigste Frage – steht dieses Kleid auch Frauen mit „mehr Figur“? Google spuckte mir diesen Blog aus. Was würde ich bloß ohne Internet machen. Und mein Entschluss stand fest. Ich werde es versuchen – außer, mir gefällt noch ein anderes Schnittmuster bei den teilnehmenden Näherinnen.

Wintermantel-Sew-along Teil 10 – Großes Finale!

10 Wochen lang Überlegen, Entscheiden, Verwerfen, Abpausen, Übertragen, Schneiden, Versäubern, Nähen, Trennen, Ändern.
Soweit genau wie bei jedem gewöhnlichen Nähabend.

Der Unterschied hier beim Sew-Along war das Miteinander. Man konnte anderen Mädels fast „live“ zugucken, wie sie genau an derselben Stelle verzweifelten oder luschern, wie ein Problem elegant gelöst werden kann. Zudem gaben die Initiatorinnen Lucy und Catherine Woche für Woche gute Tipps für die eine oder andere Schwierigkeit. Dafür und für das Organisieren insgesamt vielen Dank!!

Mantel sjoe

Ganz besonders aber freue ich mich über den engen Kontakt mit sjoe (hier auf dem rechten Bild zu sehen), die dasselbe Schnittmuster wie ich nähte („BigVivienne“ von Cinderella Zwergenmode). Zum krönenden Abschluss hatten wir verabredet, dass jede ihren Mantel im Blog der anderen zeigt, vor allem auch, um zu verdeutlichen, wie unterschiedlich Schnittmuster interpretiert werden können. Vielen Dank für den regen Austausch und die vielen tollen Tipps!

Heute ist es soweit! Der fertige Mantel wird präsentiert.

Mein Mantel ist seit etwas mehr als einer Woche fertig und wird auch bereits fleißig ausgeführt. Täglich. Immer. Denn ich gefalle mir recht gut in meinem Mantel und warm ist er auch noch! Für die Fotos sind mein persönlicher Fotograf und ich zu einem nahegelegenen Schloss gefahren – erkennt es jemand?

Insgesamt kann ich sagen, dass ich sehr sehr froh bin, dass ich an diesem Sew-Along teilgenommen habe. Der Mantel ist (neben einem Schafanzugoberteil und diversen Loops) das erste Kleidungsstück, dass ich für mich genäht habe. Und dass es so gut werden würde, konnte ich nicht voraussehen – ich bin wirklich positiv überrascht.

Ich möchte deshalb gar nicht über die vielen kleinen Fehler lamentieren oder wo ich was im Nachhinein anders gemacht hätte. Vielleicht später mal. Aber jetzt möchte ich ihn nur genießen!

Und? Sind die anderen Mädels heute genauso zufrieden wie ich?

P.S.: Als Accessoire und als Schutz vor Halsschmerzen wollte ich mir dieses Jahr nicht schon wieder einen Loop nähen. Deshalb habe ich mich fürs Stricken entschieden – eine Kunst, die ich zwar mäßig beherrsche, allerdings nur in Zeitlupe. Deshalb ist die dazu passende Mütze nach dieser Anleitung auch noch auf der Nadel.

Dieser Halswärmer ist gestrickt nach dieser Anleitung. Es handelt sich dabei um einen Rollkragenschal, den man über den Kopf zieht und das untere Ende in den Mantel stopft. Für Interessierte: benutzt habe ich die Wolle Timona von ONline (60% Merino superwash, 40% Polyacryl). Egal, was alle zu Merinowolle sagen – ich finde, es kratzt!

Wintermantel-Sew-along Teil 9 – Fertig stellen

Der heutige Tag sollte nochmal unter dem Thema „Krise kriegen“ stehen. Denn jetzt geht hier wirklich alles schief.

Diese Woche beim Nähkurs wollte ich unbedingt soweit fertig werden, dass nur noch gesäumt hätte werden müssen. Nachdem ich glücklich das Futter eingesetzt hatte stellte sich heraus, dass ich den Reißverschluss zu niedrig angebracht hatte.

Die Kaputze wäre nun vorne „offen“ gewesen, da der Reißverschluss unterhalb des Ansatzes der Kaputze endete. Die Frage – so lassen oder täglich ärgern beantwortete ich mit:



Also bin ich (wieder) damit beschäftigt einen widerspenstigen Reißverschluss anzunähen (mittlerweile ist auch dieser Versuch bereits ca. 3x aufgetrennt worden).

So ist der Zwischenstand Samstag Abend Sonntag Nacht. Man erkennt den Abschluss der  Kaputze (das Bündchen), den Reißverschluss und auch die Naht, an der das Kaputzenteil an das Mantelvorderteil genäht wurde. Dort hätte der RV beinahe geendet und ich hätte immer einen kalten Hals gehabt.

Aber zum heutigen Tag der Details habe ich doch etwas zu zeigen…

Der Aufhänger,

die Gürtelschlaufe mit (fast farblich) passenden Knöpfen

und das Bündchen der Kaputze.

Die nächste Woche zum Fertigstellen werde ich brauchen. Und ihr so?

Shirtwoche


Fast hätte ich sie verpasst, die Shirtwoche bei Frl. Rohmilch.

Dabei habe ich doch noch einige Shirts des Großen immer noch nicht gezeigt. Ich sollte demnächst einfach VOR dem ersten Anziehen die Fotos machen, denn die meisten der Oberteile sind ständig in der Wäsche.

Jedenfalls sind das hier zwei schöne Herbst-Shirts. Im Moment mag ich es sehr gerne, die Ärmel mit Ringeln zu versehen, während der Bauch und Rücken einen Musterstoff präsentieren.

Bei dem Schnitt handelt es sich um Little Lamp aus der Ottobre 4/12 (glaube ich). Die Ärmelbündchen habe ich weggelassen und die Ärmel entsprechend verlängert und mit faulen Bündchen versäumt. Leider wohl trotzdem etwas zu kurz, ich befürchte, ich muss Bündchen dran nähen, damit es nicht nach „Rausgewachsen“ aussieht.

Aber ich habe auch mal eine Frage an Euch. Was ist für Euch der Unterschied zwischen einem Shirt und einem Pulli? Im Kindergarten werden  die Oberteile nämlich als „Pullis“ bezeichnet, für mich ist es, da aus Jersey, aber auf jeden Fall ein Shirt. Wenn es Ärmelbündchen hat, lasse ich mit mir diskutieren, aber ansonsten sind nur „dickere“ Materialien wie Sewat oder Fleece für „Pullis“ reserviert.
Wie ist das bei Euch?

PS: Bei der Shirtwoche gibt es übrigens die absolut tollen Tino-Hosen als Ebook von Frau-mit-Frosch zu gewinnen. Ich habe sie hier schon mal gezeigt, sie sind so wahndlungsfähig, dass ich alle Arten von Hosen daraus für die Jungs nähe. Demnächst mehr…